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ABC-Folgen & -Diskussionen > 6.17 / 6.18 The EndLOST-fans.de Forum - 6.17 / 6.18 The End

 
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Umfrage: 6.17 / 6.18 The End
Super! : D 71,51 % - 256 Stimmen
Schlecht : ( 14,25 % - 51 Stimmen
Gut : ) 9,22 % - 33 Stimmen
Okay : I 3,63 % - 13 Stimmen
War schon besser :/ 1,4 % - 5 Stimmen
Insgesamt wurde 358 mal abgestimmt

noisexxx
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 22:51:44nach oben

Gast

Zitat:
Original von The Darkness !
Zitat:

Wahrscheinlich sind es genau diese abstrusen Konstrukte, die viele hier so enttäuschen. In der 6. Staffel, eigentlich schon mit Beginn der Zeitreisen, wurde Lost viel zu willkürlich.


Was ist denn daran willkürlich. In der Serie gibt es halt nach dem Tod einen Ort an dem Zeit keine Rolle spielt, deshalb spielt auch das Alter der gestorbenen keine Rolle weil sich alle so in Erinnerung haben, wie sie sich zu ihrer wichtigsten Zeit kannten.


Willkürlich ist, dass es dort Leute gibt, die noch gar nicht gestorben sind. Und sie sind nicht dort, weil es irgendeinen Sinn ergibt, sondern weil Penny und Desmond zusammen schön auf die Tränendrüsen drücken können. Die große Abschiedsparde des Casts war der Grund, warum dort auch noch lebende Charaktere rumgeistern dürfen und nicht ein in sich schlüssiges Konzept.


paranoid_android
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 22:53:17nach oben

Gast

Ich fand das Finale super. Die Stimmung war wunderbar, und das Ende ist für mich eine perfekte Abrundung der Entwicklungen und Erlebnisse unserer Losties.
Eigentlich wollte ich viel mehr schreiben, aber nach dem Lesen des Threads bin ich in meiner Freude über das, was ich letzte Nacht gesehen habe, doch etwas gedämpft. Daher gehe ich erstmal wieder, und freue mich im Stillen weiter.

10/10


HIBstar
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 22:54:46nach oben

Gast

Zitat:
Original von chico_loco
Zitat:
Original von JL


also so ein geschwätz kann ja nur von nem lehrer stammen. alleine die äußerung: "ich bin lehrer" also das interessiert wirklich niemanden!!
alleine die tatsache LOST, nach dem erbärmlichen finale, mit den großen klassikern zu vergleichen grenzt ja schon an eine unverschämtheit !!!
wer macht sich bitte die mühe bei so einem lieblosen ende etwas zu interpretieren, wenn einfach essenzielle widersprüche bestehen ... !?

- Editiert von JL am 24.05.2010, 22:24 -


Dem kann ich echt nur zustimmen!


Ich hatte hier erst einen längeren Text stehen, aber mal im ernst:

Habt ihr beiden meinen Post eigentlich gelesen ?
Mit euren Antworten parodiert ihr euch ja selber, lest doch wenigstens mal ordentlich.

Ich kling mich an dieser Stelle wieder aus, Internetdiskussionen sind einfach zu mühseelig.

- Editiert von HIBstar am 24.05.2010, 22:57 -

- Editiert von HIBstar am 24.05.2010, 23:03 -


Profil von Snuffkin Snuffkin
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 22:56:39nach oben
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The Darkness
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Zitat:


Willkürlich ist, dass es dort Leute gibt, die noch gar nicht gestorben sind. Und sie sind nicht dort, weil es irgendeinen Sinn ergibt, sondern weil Penny und Desmond zusammen schön auf die Tränendrüsen drücken können. Die große Abschiedsparde des Casts war der Grund, warum dort auch noch lebende Charaktere rumgeistern dürfen und nicht ein in sich schlüssiges Konzept.


die Flashes spielten aber nicht zu einem Zeitpunkt. Den personen kam es eben nur so vor, aber was dort passiert ist war ja nicht "echt" bzw spielte zu keiner wirklichen Zeit und genau deshalb konnten dort auch Personen sein die für uns, die wir ein fixtiertes zeitversätndnis haben, noch nicht tot sind. Das ist nicht Willkürlich sondern in sich schlüssig.


Profil von House House
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 22:57:34nach oben

10158 Posts: Jacob Loves Me!
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Ich stehe irgendwie immer noch neben mir. Und ich traue mich zum ersten Mal nicht, eine Lostfolge ein zweites Mal zu schauen. Ich glaube, um meinen Alltag einigermaßen bewältigen zu können, brauche ich erst mal ein bisschen Abstand von diesem Finale. Im Moment bin ich jedenfalls noch in einer völlig anderen Welt.

noisexxx
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:01:14nach oben

Gast

Zitat:
Original von The Darkness !

die Flashes spielten aber nicht zu einem Zeitpunkt. Den personen kam es eben nur so vor, aber was dort passiert ist war ja nicht "echt" bzw spielte zu keiner wirklichen Zeit und genau deshalb konnten dort auch Personen sein die für uns, die wir ein fixtiertes zeitversätndnis haben, noch nicht tot sind. Das ist nicht Willkürlich sondern in sich schlüssig.


Ich steh auf dem Schlauch. Wie passt Penny da rein?


Horus.
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:02:30nach oben

Gast

Hallo,
bin neu hier ( sieht man gar nicht, wa? ) und muss schon jetzt sagen, dass mir solche Leute, die alles nur ins Negative hinschieben, wirklich auf'n Sack gehen. Gut, LOST ist jetzt wirklich eine sehr besondere Serie, die auch viele Fragen offen gelassen hat. Aber es ist nunmal eine Mysterie-Serie, und wenn jetzt ALLES klar ist, dann ist das doch langweilig. Oder nich? Wie bereits gesagt, nun habt ihr 'ne Menge Interpretationsfreiraum, den ihr auch nutzen könnt. Natürlich würd' ich auch gern wissen, wer den Tempel/die Statue gebaut hat, wer das Rad zu Ende konstruiert hat und überhaupt, was das Licht ist. Allerdings: genau wegen diesen offenen Fragen ist LOST, was LOST die ganzen 6 Jahre über auch gewesen ist. Eine Geschichte, in der man sich in die Lage der Charaktere hineinversetzt. Wir wissen etwa gleich soviel wie die Charaktere der Story (sogar ein wenig mehr) und das war von Anfang an auch so. Ich meine, wär es denn nicht langweilig, wenn man mehr als jetzt z.B Jack wissen würde? Jetzt mal im Hinblick von den "Others". Wir waren genauso damals genauso schockiert wie die Losties, als wir erfahren haben, dass Ethan gar nicht an Board war. Und wir waren auch genauso schockiert, als wir "die Luke" gesehen haben. Wir waren Teil der Losties. Und so ist es bis zum Ende nunmal geblieben. Mit dem Unterschied, dass wir eben auch Flashbacks von Richard und Jacob hatten.

Und jetzt die ganze Story nochmal in Flashbacks zu erzählen wird auf Dauer doch auch langweilig, oder? Das mit der Dharma-Initiative hat man auch gut mit Hilfe der Zeitreisen hinbekommen. Auch da waren wir einer von den Losties.

BTT:
Also ich fand das Finale ganz gut.
Schade, dass viele offene Fragen übrig geblieben sind, aber so ist es nunmal und ändern würd ich das im Nachhinein jetzt auch nicht. Was nur lustig ist, dass wir immernoch nicht wissen, wie MiB heißt. War da nicht irgendwas mit "verplappert"? Ach, egal.
Das Ende in sich war auch toll.
Warum Hugo nicht gealtert ist? Er war ja jetzt der Protector und wie wir wissen, altern diese nicht. Ben ist "Richards Ersatz" gewesen und warum der Rest (Kate und Sawyer) genauso aussehen, wie zuvor? Mh.. wahrscheinlich, weil sich alle so kannten. Ist im Prinzip aber auch egal. Nur komisch, dass Aaron immernoch ein Baby ist. Ist der denn nun ein Baby mit dem Wissen eines Erwachsenen Mannes? oder war der nur Deko? Ja, das Flugzeug, welches über Jack geflogen ist, war der Ajira-Flug. Wurde aber auch bereits gesagt.
Jacks Tod war sehr ergreifend. Als er sich da hingelegt hat, wusste ich sofort, dass Vincent kommen muss! Wär auch komisch, wenn nicht. ;] Zwar insgesamt bisschen schnulzig, aber okay und auch - dafür, dass 6 Jahre Lost einem wirklich ins Herz gewachsen sind - berührend.
btw, warum war Vincent nicht in der Kirche? Bevor jetzt wieder eine Diskussion darüber ausbricht.. Oder warum ist Hugo nach alle den Monaten immernoch so füllig? Mysterie!


Profil von Snuffkin Snuffkin
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:06:33nach oben
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Zitat:
Original von noisexxx
Zitat:
Original von The Darkness !

die Flashes spielten aber nicht zu einem Zeitpunkt. Den personen kam es eben nur so vor, aber was dort passiert ist war ja nicht "echt" bzw spielte zu keiner wirklichen Zeit und genau deshalb konnten dort auch Personen sein die für uns, die wir ein fixtiertes zeitversätndnis haben, noch nicht tot sind. Das ist nicht Willkürlich sondern in sich schlüssig.


Ich steh auf dem Schlauch. Wie passt Penny da rein?


Penny finde ich jetzt auch nicht so passend. Ich kann mir das höchstens so erklären, dass sie durch die Insel Desmond gefunden hat und auch ihren Sohn dadurch hat. Einen Großteil ihres Lebens hat sie ja auch damit verbracht die Insel zu finden und damit Desmond. Ihr dasein ist vielleicht auch vor allem damit zu erklären, dass Desmond erst weiter wollte, wenn er alle zusammen hat.


Profil von JohnnySinclair JohnnySinclair
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:13:10nach oben

6115 Posts: Survival Expert
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Moderatorin


Zitat:
Original von House
Ich stehe irgendwie immer noch neben mir. Und ich traue mich zum ersten Mal nicht, eine Lostfolge ein zweites Mal zu schauen. Ich glaube, um meinen Alltag einigermaßen bewältigen zu können, brauche ich erst mal ein bisschen Abstand von diesem Finale. Im Moment bin ich jedenfalls noch in einer völlig anderen Welt.

Ich hab die letzten zehn Minuten eben nochmal gesehen und mir geht's ähnlich. 15 Minuten vor Schluss war ich mir sicher, dass ich irgendwas kaputt haue, weil's einfach genau so enttäuschend enden sollte, wie von mir erwartet. Vielleicht wirkt die letzte Viertelstunde so stark auf mich, weil sie mit der Serie an sich eigentlich nicht viel zu tun hat. Es nimmt keinen wirklichen Bezug auf irgendwas aus den sechs Staffeln außer auf die Tatsache, dass sie eben alle zusammen auf der Insel waren. Es ist einfach nur eine "Geschichte für sich", die eine hübsche kleine Botschaft hat (für alle gibt's ein Happyend und gleichzeitig bleibt alles Gesehene relevant) und Tragik und Freude liegen soo dicht beieinander. Auch die Fokussierung auf Jack macht einfach nur Sinn. Auf ihn waren die ersten zehn Minuten des Piloten fokussiert, mit ihm endet alles. Dass alle sich umarmen und so weiter finde ich nicht kitschig - es soll halt zum Ausdruck bringen, dass es eine Welt ist, in der es (nun) nur Glück gibt.

Was mich auch ziemlich fertig macht sind die nicht erzählten traurigen Geschichten: Kate verlässt die Insel ohne ihren geliebten Jack. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie jemals vollkommen glücklich war. Dass sich am Ende Kate und Jack gefunden habe, empfinde ich auch als einfach richtig in Anbetracht dessen, wie das alles begonnen hat.


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Profil von chico_loco chico_loco
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:15:56nach oben

262 Posts: Stranded One


Also bitte.
Es ist ja wohl sonnenklar, dass es so ist wie noisexxx es beschrieben hat.

Penny und Aaron als Baby in der Kirche...
Es ist völlig sinnlos das jetzt noch irgendwie erklären zu wollen. Das diente alles nur der Dramaturgie wegen. Sozusagen als Abschied der Charakter.

- Editiert von chico_loco am 24.05.2010, 23:17 -


Lucas
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:16:07nach oben

Gast

Also ich hab so eben das Finale gesehen. Gemischte Gefühle. Sehr gemischte Gefühle. Meine erste Reaktion: Ich fands schön. Die Episode an sich war wirklich sehr emotional. Eine Aneinanderreihung von sehr vielen ergreifenden Szenen. Im Mittelpunkt der meisten dieser Szenen stand die "Erkenntnis" der jeweiligen Figuren, dass sie sich bereits kennen. Aus einem anderen Leben. Letztendlich aus dem Leben vor dem Jenseits, in dem sie sich nun befinden. Das war wunderschön inszeniert. Zum einen weil für diese Erkenntnis-Szenen ganz tolle Momente aus der gesamten Serie herausgepickt wurden, Momente die uns bereits damals schon ergriffen haben. Und dann immer der Glanz in den Augen der Charaktere bei dem man als Zuschauer immer gesehen hat, JETZT haben sie sich erinnert, jetzt ist der Groschen gefallen, jetzt haben sie ihr Gegenüber erkannt. Garniert mit einem wie immer stimmigen Soundtrack gingen diese Szenen direkt über die Tränenkanäle mitten ins Herz. Wir haben das Finale über zwei Stunden mit Figuren verbracht, die wir sechs Jahre lang kennen- und lieben gelernt haben. Das war schön. Das war herzerwärmend.

Aber es war auch unglaublich manipulativ. So viel Ehrlichkeit muss sein. Eine Serie damit enden zu lassen, dass die vielen losen Enden einer Geschichte einfach ins Leere laufen und man dann eine kollektive Wiedervereinigung der Figuren im Jenseits miterleben darf, ist bei aller auch mich ergreifender Emotionalität, nüchtern betrachtet ein ziemlich banaler Taschenspielertrick. In diesem Topic hat irgendjemand geschrieben, es gäbe zwei Gruppen von Zuschauern, der einen ginge es um die Mysterien, der anderen um die Charaktere. Und es wurde postuliert, dass die Zuschauer, denen es bei LOST in erster Linie um die Charaktere ging, hier ein würdiges und tolles Finale präsentiert bekommen haben. Dem stimme ich nicht zu. Vordergründig macht das zwar den Anschein, aber bei näherer Betrachtung ist eigentlich genau das Gegenteil der Fall.

Ich selbst gehöre wohl keiner dieser beiden Gruppen an. Oder vielmehr: Ich gehöre beiden Gruppen an. Für mich war bei Lost stets beides wichtig: Die Charaktere und die Mysterien. Letztlich haben sich beide Elemente ja auch immer gegenseitig bedingt. Das Herzstück einer guten Geschichte sind immer glaubwürdige, interessante Charaktere mit denen man sich identifizieren und mit denen man mitleben kann. LOST hatte solche Charaktere. Und das dar sicherlich ein wesentlicher Faktor für den Erfolg dieser Serie. Ich selbst hatte in der letzten Staffel oftmals den Eindruck, dass die Charaktere ein bisschen mit Füßen getreten wurden, dass die detaillierten Hintergrundstorys und Entwicklungen der meisten Charaktere letztendlich keine Relevanz für die übergeordnete Geschichte hatten. Das hat mich immer wieder traurig gestimmt. Und dieser Eindruck bleibt auch nach dem Finale. Ich finde, wenn es einem als Zuschaue rum die Charaktere geht, dann sollte man sich mal fragen, wie die Geschichten der einzelnen Charaktere denn im realen Handlungsstrang der Serie geendet haben, ob diese Geschichten zu einem befriedigenden und den Charakteren würdigen Ende gebracht wurden? Und das ist bei den meisten leider nicht der Fall gewesen. Einzig und allein der Taschenspielertrick "wir sehen uns alle im Jenseits wieder und können uns dann erneut in den Arm nehmen (Kate/Jack, Shannon/Sayid, Hurley/Libby etc.) oder uns aussprechen und vergeben (Christian/Jack, Ben/Locke etc.)" führte bei den meisten Figuren zu einem emotional befriedigenden Abschluss.

Diesbezüglich lade ich einfach mal zu einem kleinen Gedanken-Experiment ein. Betrachtet die gesamte Handlung der letzten sechs Jahre und klammert das Jenseits-Happy-End der Flash Sideways einfach mal kur aus. Wie viele Charaktere haben dann einen würdigen Abschluss gefunden?

Ganz richtig: Sehr wenige. Und wenn man jetzt ganz frech sein möchte, dann könnte man behaupten: Dieses Jenseits-Feel-Good-Finale hätte genauso gut oder schlecht funktioniert, wenn man es eine Staffel früher oder eine Staffel später gebracht hätte. Es ist ein Vorschlaghammer-Happy-End, das unabhängig von allem was man bisher erzählt hat, dramaturgisch immer gleich gut oder schlecht passt. Das macht einen großen Teil der komplexen Handlung von LOST letztlich beliebig austauschbar. Und das ist schade.

Aus rein dramaturgischer Sicht muss man sich dann natürlich auch fragen, ob es wirklich nötig war eine gesamte Staffel über Flash Sideways aus dem Jenseits zu zeigen, in denen die Charaktere sich in einem Zustand befinden, in dem ihnen gar nicht bewusst ist, dass sie eigentlich schon tot sind, nur um im Finale dann eine Erkenntnis-Orgie abzufackeln. Ein bisschen viel Lärm um Nichts, um den unangefochtenen Meister der Dramaturgie zu zitieren.

Das ist eigentlich mein größter Kritikpunkt. Das Finale war nur vordergründig ein Charakter-Finale. Bei näherer Betrachtung ist das mehr Schein als Sein. Dass viele Geheimnisse nicht aufgelöst wurden, viele Handlungsstränge im Sande verlaufen sind, es keinen übergeordneten Masterplan gab und die Serie wider der Erwartungshaltung vieler Zuschauer kein großes Puzzle war welches über sechs Jahre lang nach und nach komplettiert wurde, um am Ende ein großes Bild zu geben, sind weitere Kritikpunkte, die für mich nach der ersten Sichtung des Finales aber gar nicht mal so sehr ins Gewicht fallen. Mit ein wenig zeitlichem Abstand werde ich mich darüber aber wahrscheinlich ärgern. Das sehe ich jetzt schon kommen.


paranoid_android
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:16:37nach oben

Gast

Zitat:
Original von The Darkness !
Zitat:
Original von noisexxx
Zitat:
Original von The Darkness !

die Flashes spielten aber nicht zu einem Zeitpunkt. Den personen kam es eben nur so vor, aber was dort passiert ist war ja nicht "echt" bzw spielte zu keiner wirklichen Zeit und genau deshalb konnten dort auch Personen sein die für uns, die wir ein fixtiertes zeitversätndnis haben, noch nicht tot sind. Das ist nicht Willkürlich sondern in sich schlüssig.


Ich steh auf dem Schlauch. Wie passt Penny da rein?


Penny finde ich jetzt auch nicht so passend. Ich kann mir das höchstens so erklären, dass sie durch die Insel Desmond gefunden hat und auch ihren Sohn dadurch hat. Einen Großteil ihres Lebens hat sie ja auch damit verbracht die Insel zu finden und damit Desmond. Ihr dasein ist vielleicht auch vor allem damit zu erklären, dass Desmond erst weiter wollte, wenn er alle zusammen hat.


Pennys Vater ist ein Teil der Insel-Geschichte, und sie hat sich viel mit der Insel beschäftigt, als sie Desmond gesucht und gefunden hat. Es ging ja darum, dass alle, die in der Kirche waren, auf der Insel (oder halt mit der Insel) die wichtigste Zeit ihres Lebens hatten, auch Penny.


Profil von Snuffkin Snuffkin
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:18:32nach oben
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23291 Posts: Jacob Loves Me!
The Darkness
Administratorin


Aaron als Baby war ja wohl eher eine Versinnbildlichung der Geschichte von Claire und Charlie und nicht wirklich Aaron. Genauso wie David eben nur die Verarbeitung von jacks Problemen mit seinem eigenen Vater war

Profil von chico_loco chico_loco
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:25:49nach oben

262 Posts: Stranded One


Irgendwie kombiniert das Finale genau zwei meiner vorherigen Worst Case Vorstellungen:

- (Christlich) Religiös angehauchte Auflösung
- So verwirrend, dass man einfach nicht mehr durchblickt


max manny
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:26:49nach oben

Gast

Zitat:
Original von Lucas Es ist ein Vorschlaghammer-Happy-End, ...

Es ist in meinen Augen momentan kein Happy-End, denn alle sind tot. Es ist m.M.n. sogar ein Open-End.


Bernard
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:30:24nach oben

Gast

Aber mal zum Thema tot sein ohne es zu wissen, trifft das nicht wunderbar auf Claire, Sayid und so hin die nachdem sie gestorben sind weiterleben ohne zu wissen das sie tot sind? Frage mich nur wie Claire als tote dann wieder die Insel verlassen kann/will.

Profil von Reno Reno
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:30:44nach oben

1986 Posts: Hunter


Ein sehr sehr intensives Finale, aber es war im Nachhinein eigentlich nur Darltons Failsafe-key

Über die Jahre baute man immer mehr epische Mythologie und Mysterien auf.
Nach der nun verlorenen Hoffnung auf die Auflösung, stellt sich die Vorfreude als größte Freude bei der ganzen Sache heraus.


Man machte die Staffelplots von Season zu Season immer größer und kreierte mit den Cliffhangern, und somit der Ausschau auf den Plot der nächsten Staffel, jedesmal einen unglaublichen Hype. Dieses Jahr konnte die Umsetzung jedoch nicht mit der Vorfreude mithalten:

S1 Cliffhanger - Hatch -> Schwan Station in S2
S2 Cliffhanger -Konflikt mit den Others -> Die Aufklärung und Konfrontation war gut gelungen in S3
S3 Cliffhanger - Wie sind sie von der Insel gekomm? -> Die S4 Aufklärung war sehr sehr epic
S4 Cliffhanger - Zurück zur Insel -> Dort schwächelte es bereits, denn das größte Thema von allen schmetterte man mal eben in 6 Folgen ab und vertrödelte die restliche Zeit mit Dharma (zwangs)verlängerungen um eine 5te (unnötige) Staffel im Auftrag von Abc zu erstellen.
Nun aber der GAU:
S5 Cliffhanger - Man erwartete das epische Battle zwischen Gut und Böse, abgemischt mit jeder Menge mythologie und natürlich die Aufklärung der jahrelang mitgeschleiften Mysterien ala (Walt, Cabin, smokey).

Diese Mysterien dienten zu aller erst im Nachhinein jedoch nur zur reinen Stimmungmache und wurden an manchen Stellen nur zwanghaft wieder aufgegriffen (whispers: "hey Michael, die Fans wollen wissen was die Whispers sind, schieß los" )

Der epische Good vs Evil Plot ließ sich nur akzeptabel, aber nicht auf gewohnt genialem Lost niveau umsetzen.
Die ganze Staffel verlief eher mau. Es schien alles eher planlos und launisch.
Am Ende erhofften sich alle, dass das Finale nun wirklich alles nochmal drehn und zum guten kehren UND natürlich alle offenen Mysterien aufklären würde.

Ich denke Darlton haben selbst gemerkt, dass sie sich übernommen und einen viel zu großen Druck auf ihren Schultern hatten.
Also:

Failsafe-key oder auch Notbremse:
Sie schenkten den Fans das, was sich jeder Fan für seinen Lieblingscharakter wünschen würde: Wir sehen seinen Frieden, seine Glückseeligkeit, sein Ende.
Dadurch, dass man den "Himmel" zeigt, ist Lost so groß geworden, dass einen diese mikrigen Halbgötter und irgendeine mysteriöse Insel in der Ferne des Meeres gar nicht mehr interessieren. Genauso wenig wie der Lebenslauf und der Tod unserer Charaktere in der Realität.

Auf der einen Seite finge ich das Ende ultimativ emotional und intensiv, auf der anderen Seite finde ich die Lost Mythologie und Mysterien der letzten Jahre ein wenig missbraucht bzw ignoriert.
Für mich war Season 6 die schwächste Staffel von Lost, jedoch bin ich mit dem finalen Ende zufrieden, da es nichtsdestotrotz ein perfekter Abschied von der Geschichte, die uns 6 Jahren unseres Lebens begleitete, bildet.

Außerdem kamen die Finalen Minuten diesem Epos namens Lost mehr als gerecht.



*rezensions mode off*


Epicsuperfight zwischen Jack und Flocke *PAM*
Das mit den Flashsideways als "himmel" hab ich mir schon nach Jin/Suns Flashes gedacht, aber es war einfach nur schön alles
Sawyer+Juliet , Charlie+Claire, Sayid+Shannon , Jack + Kaaaaaate!
John Terry als Matrixcreator-ähnlicher Aufklärer des ganzen
Das Ende wo alle glücklich sind
Eyecloser
seichtes LOST am Ende

Das Ende war wunderschön, aber irgendwie nun im nachhinein verdammt depressiv



"Are you watching closely?"


Horus.
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:36:14nach oben

Gast

Verwirrend? Find' ich nicht.
Jack stirbt auf der Insel, während das Ajira-Flugzeug mit Sawyer, Kate, Claire und co. abhebt.
Desmond, Hurley und Ben bleiben auf der Insel. Rose und ihr Mann wahrscheinlich auch. Beide sterben dann irgendwann auf der Insel. Desmond geht evetl. zurück zu Penny und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage. Hurley & Ben sind wie Jacob & Richard. Irgendwann kommt die Ablösung/kam die Ablösung und sie sind ebenso gestorben. (Oder Ben ist die Ablöse und er hat die Fähigkeit, mit Toten zu reden [deshalb auch, "ich werde noch hier bleiben.."]) Der Rest des Ajira Flugs haben ihr Leben auch zu Ende gelebt und irgendwann (in einer Zeit, in der Zeit keine Rolle spielt..) treffen sich alle und steigen 'auf eine höhere Ebene der Existenz'

Und ja, es ist ein Happy End. Schließlich sind sie nicht alle qualvoll von Smokey ermordet worden, sondern sind glücklich (Jack schließlich lachend.. traurig.) gestorben und im nachhinein sind alle ja glücklich miteinander vereint.


Zeluise
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:36:18nach oben

Gast

Nach all den Jahren des Mitlesens (Danke für so manchen wirklich guten Beitrag) - Proud to bring you my S01E01 post!

Also - nun hatte ich einige Stunden zum reflektieren. Heute morgen bin ich nämlich wie so mancher etwas enttäuscht ins Bett. Im Nachhinein lag das vor allem an einem, was bei Lost eigentlich sonst stimmte: der Präsentation.

Diese Lostie-Pärchenstorys waren ja immer ganz nett, haben im Finale aber eine zu große Rolle gespielt. Gefühlte 30min Geknutsche, um sich dann am Ende swingerclubmäßig in der Kirche zu versammeln. Nein, das war mir zu oberflächlich und eindimensional!

Dazu hat mich kurz vor Ende gestört, wie agil Locke die Treppe zur Kirche nahm. Ist ja schön, dass die OP gelungen ist - aber bissl humpeln und schwanken wäre dann doch nach Jahren im Rolli glaubwürdiger gewesen. Ben und der Baum ist ebenso etwas rätselhaft, da wurde im Cut etwas versemmelt... Alles Kleinigkeiten, aber ich mochte Lost immer, weil es etwas Erwachsener schien. So war's nich mein Ding... (und ich bin schon eher ein Romantiker )

Langsam gewinnt aber die Oberhand, was passiert ist. Toll: Wir haben eine Klammer der Serie durch Jacks Augenöffnen/-schließen. Das ist viel besser als das hochgelobte Soprano-Ende. Und ich denke, dass sollten wir ernstnehmen.

Meine These - nicht fern von der die in Aloha-Lost genannt wurde - und die ja hier aus mir unverständlichen Gründen als widerlegt gilt: Jack ist bei Flugzeugabsturz gestorben. Zumindest das, was wir als Sterben bezeichnen. Ebenso alle anderen im Flugzeug. Ab diesem Punkt hilft uns - und den Autoren - nur noch Mythologie. Nach dem Tod gibt es laut Lost eine Art Test, ob man für den "Himmel" bereits geeignet ist. Es geht darum zu Beweisen, dass man im Herzen ein guter Mensch ist und das Licht eines jeden gegen die Dunkelheit obsiegt. Der Test unserer Losties fand auf der Insel statt. Und dieser Test ist für sie ebenso "real", wie das Leben davor. Es ist auch der Test von Richard, Ben, Jakob und MiB.

Es ist also keine Matrix - es ist so etwas wie Level 2. Oder auch Level 356. Zumindest eines nach dem, was wir als "Leben" bezeichnen. Frauen können deshalb auch dort nicht schwanger werden und dann Ihre Kinder gebären. Es ist nicht der Ort des neuen Lebens, sondern des "verbrauchten". Wer es nicht schafft, den Test zu bestehen (Michael z.B.), bleibt dort hängen, also vorerst kein "Level 3" (die FS sind für mich der Übergang zum Lev3). Dieses Schicksal ereilt nach dem Tod die meisten - so auch Ben (der sich ja in den FS zumindest in die richtige Richtung bewegt). Vielleicht gibt es für Vollversager auch eine Wiedergeburt, wer weiß. Also alles auf 0 (Whisperes als Hort der an Neugeborene zu vergebene Seelen?).

Wer sich allerdings beweist, für den ist die Pforte in ein höheres Dasein (und "Dasein" ist immer subjektive Realität) offen. Glauben ist hierfür ebenfalls nötig - wohl der Grund, warum Jack es als Letzter schafft. Und der ein oder andere Zuschauer gestern auf der Strecke geblieben ist...

Die Frage, woher die Insel kommt ist deshalb so müßig wie die Frage, woher das Universum stammt. Der Endgrund bleibt uns in beiden Fällen für immer verborgen. Hurley hat vielleicht noch 4000 Jahre über die Insel gewacht. Menschen kommen und in ihrer ureigenen Zwietracht sterben sehen. Am Ende ist er dann entweder nach erfolgreicher Nachfolgersuche gestorben oder gemeuchelt worden. Auf jeden Fall hat er das Klassenziel mit Bravour erreicht.

Es ist (für mich leider - aber ich kann damit leben) keine Serie über Science. Es geht um das Leben nach dem Tod und Spiritualität. Es geht darum, dass jeder eine 2. Chance bekommt. Und das jeder Mensch ein Licht in sich trägt, das er nur zum Leuchten bringen muss.

Wenn ich irgendwann von dieser Welt gehe, gefiele mir die Lost-Version ganz gut. Diese ist natürlich meine ureingene Version ohne Absolutheitsanspruch. Mir gefällt sie. Ich hoffe, ihr findet auch eine, mit der ihr leben könnt. Oder sterben. Je nach dem...

In diesem Sinne:
C'you in another life, brothas & sistas!

- Editiert von Zeluise am 24.05.2010, 23:41 -


Profil von JohnnySinclair JohnnySinclair
6.17 / 6.18 The End - 24.05.2010, 23:38:59nach oben

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Zitat:
Original von Lucas
Ganz richtig: Sehr wenige. Und wenn man jetzt ganz frech sein möchte, dann könnte man behaupten: Dieses Jenseits-Feel-Good-Finale hätte genauso gut oder schlecht funktioniert, wenn man es eine Staffel früher oder eine Staffel später gebracht hätte. Es ist ein Vorschlaghammer-Happy-End, das unabhängig von allem was man bisher erzählt hat, dramaturgisch immer gleich gut oder schlecht passt. Das macht einen großen Teil der komplexen Handlung von LOST letztlich beliebig austauschbar. Und das ist schade.

Aus rein dramaturgischer Sicht muss man sich dann natürlich auch fragen, ob es wirklich nötig war eine gesamte Staffel über Flash Sideways aus dem Jenseits zu zeigen, in denen die Charaktere sich in einem Zustand befinden, in dem ihnen gar nicht bewusst ist, dass sie eigentlich schon tot sind, nur um im Finale dann eine Erkenntnis-Orgie abzufackeln. Ein bisschen viel Lärm um Nichts, um den unangefochtenen Meister der Dramaturgie zu zitieren.

Es mag sicher ein Happy End sein, aber meiner Meinung nach keines mit dem Vorschlaghammer. Eingeleitet wurde es ja im Prinzip schon zu Beginn der Staffel, halt mit der ersten FS-Szene. Hätte es diese FSs nicht gegeben und sie wären jetzt im Finale einfach mal so mit diesem Ende gekommen - dann hätte ich dir vollkommen Recht gegeben. So wurde aber über eine gesamte Staffel darauf hingeführt. Und in meinen Augen ist es halt auch kein vollkommenes Happy End. Jack stirbt, einige, die die Insel verlassen, haben ihre Liebe hier verloren (Sawyer, Kate); Hurley und Ben sind zu einem laaangen laaangen Leben auf der Insel verdammt - bevor es zu diesem Happy End kommen konnte, mussten viele Charaktere einiges durchmachen und für die allerwenigsten von ihnen war es ein erfülltes Leben. Für die Meisten ein Leben in Einsamkeit und haben sie dann doch mal jemanden gefunden, wurde er ihnen schon bald "von der Insel" entrissen. Ohne dieses Happy End wäre Lost zu deprimierend ausgegangen.

Ich find es halt einerseits schön (alle glücklich), andererseits aber auch sehr tragisch, dass sie erst alle sterben mussten, um glücklich zu werden.

Ich bin irgendwie einfach nur froh, dass diese Lost-Charakter-Geschichte ein rundes Ende gefunden hat. Allerdings weiß ich auch noch nicht, wie sehr das manche Folgen bei nochmaligem Schauen "entwertet". Wird mir "Do No Harm" jetzt immer noch so nahe gehen, wo ich doch weiß, dass der gute Boone "am Ende" doch recht glücklich sein wird?

Die Vorstellung, dass sich alle so wahnsinnig freuen, obwohl sie tot sind, das ist glaube irgendwie zu viel für mich.
Vielleicht ist es auch die Tatsache, dass mir alle Charaktere "genommen" wurden. Keiner hat die Serie überlebt, am Ende sind sie alle tot. Irgendwas Besonderes hat dieses Ende einfach an sich, und ich bin auch nach mehr als zwei Stunden noch nicht in der Lage, es in Worte zu fassen. Aber ich nähere mich glaube langsam an.

Edit: Schöner Post von Reno. Insbesondere dem Fail Safe-Key-Abschnitt stimme ich zu. Ein perfektes Ende für eine bei Weitem nicht (mehr) perfekte Serie.


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