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LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.06.2010, 16:21Paulo
LOST: Wie ich gerne verloren war und dabei meine Lieblingsserie fand
-Ein Rückblick auf 6 Jahre Lost-



Prolog: Über Glatzköpfe und Hobbits
-Wie will man aus Castaway eine interessante und lange Serie machen?-

Ich kann mich ziemlich genau erinnern wie ich das erste Mal von Lost gehört hab. Damals war Alias meine absolute Lieblingsserie und ich las, dass deren Schöpfer JJ Abrams an einer neuen Serie arbeiten würde. In der Serie sollte es um die überlebenden eines Flugzeugabsturzes gehen und es soll wohl eine Mysteryserie sein. Ich fand das Konzept klang alles andere als interessant aber ich würde mir das wohl mal ansehen, da mich der Mann als Creator, Autor und Regisseur bei Alias absolut überzeugt hatte. Viel mehr hab ich mich dann auch nicht mehr damit beschäftig, bis ich in einer Fernsehzeitung eine Beschreibung der Charaktere und der Serie las. Auch hier konnte mich das Konzept nicht so recht überzeugen (wie will man aus Castaway eine interessante und lange Serie machen?) und die Charaktere sahen aus wie das „ein mal eins“ der Katastrophenfilmklischees: Ein Arzt, eine Schwangere, ein lustiger Dicker, ein paar Ausländer um alle Ethnien abzudecken: schwarze, Asiaten Latinos (ja ich dachte Sayid sei Latino) und dazu noch das obligatorische Kind mit Haustier. Schauspieler kannte ich auch nur zwei: „Den Glatzkopf aus Alias“ (Terry O Quinn) und einer der beiden Hobbits, der weder Frodo noch Sam war (ich konnte mir nie merken wie die beiden Schauspieler von Merry und Pippin hießen). Beide kannte ich vom sehen, mehr nicht. Meine Erwartungen waren also äußerst mäßig und ohne den Namen JJ Abrams hätte ich vermutlich nie den Pilotfilm angeschaut.


Kapitel1: Ein Männlein liegt im Walde, ganz still und stumm …
-Die Inszenierung sah aus und fühlte sich an wie ein Kinofilm-

Ein Auge öffnet sich, ein Mann liegt im Wald und ist verwirrt … und ich bin es auch. Sollte es hier nicht um einen Flugzeugabsturtz gehen? Wie bei so vielen Katastrophenfilmen und Serien habe ich damit gerechnet, dass der Film mit einer langsamen Charakterentwicklung oder kurz vor der Katastrophe beginnt. Und schon in den ersten 4 Sekunden wurde ich hier vertraut mit einigen typischen Loststilmitteln: Der ungewöhnlichen Erzählweise, dem Spielen mit den Erwartungen der Zuschauer und den Situationen in denen man Orientierungslos ist wann und wo man sich gerade befindet. Ein wahrer Augenöffner war dann Jacks Ankunft am Strand: Die Inszenierung, das „Set“, die Kameraarbeit, die Musik … alles sah aus und fühlte sich an wie ein Kinofilm. Ab da ahnte ich, dass mir die Serie gefallen könnte. Auch das Konzept der FBs war in dieser Form neu für mich und gefiel mir ausgesprochen gut. So richtig überzeugt hat mich die Serie dann mit einem der genialsten Twists, die ich bis dahin gesehen hatte: Die Enthüllung das Locke im Rollstuhl sitzt. Das war dermaßen überraschend und faszinierend, einfach genial Und ab da hatte ich auch das Gefühl: Hier steckt unglaublich viel Potential drin. Der nächste große Oberhammer in den ersten 8 Folgen war für mich, die Einführung der Anderen, bzw. die Tatsache, dass Ethan nie im Flugzeug war. Verbunden mit der Einführung der Luke ist auch einer meiner größten Kritikpunkte an Staffel 1: Sie wurde unglaublich langsam erzählt. Da wartete man oft gefühlte 15-16 Wochen bis eine Storyline (Luke, Claire) wieder aufgegriffen wurde und auch dann kam sie oft kaum voran. Man hatte einfach immer wieder das Gefühl, dass die Autoren ihre wenigen Storys unglaublich ausdehnen müssen um am Ende auf 23 Folgen zu kommen. Dennoch waren das FB-Konzept, die Charaktere und auch die Rätsel interessant genug um da durchzuhalten. Bei den Charakteren gefiel mir vor allem, wie man aus der vermeintlichen Ansammlung von Klischees durch FBs, oder die Inselhandlung interessante Persönlichkeiten machte. Ich war wirklich Lost und von mir aus hätte die erste Staffel am Ende auch 42 Folgen haben können, ich hätte sie alle geguckt, egal wie langsam und zäh es auch teilweise war. Lost war für mich noch nicht auf einem Nivea mit Alias, aber es war schon nach einer Staffel eine meiner Lieblingsserien.


Kapitel 2 Q&A …mit viel Q und wenig A
-Und auch die Serie selbst entwickelte sich prächtig weiter-

In der Zeit zwischen den Staffeln fing ich an Fanforen zu lesen um die Zeit bis zu den nächsten neuen Folgen zu überbrücken(blieb aber dabei so weit möglich spoilerfrei). Durch den Aufenthalt in Fanforen und auf Lostfanseiten wurde mein Erlebnis der zweiten Staffel im Vergleich zur ersten Komplett verändert und viel intensiver. Jede Kleinigkeit, jeder Bildausschnitt wurde dort analysiert und diskutiert. Ich wurde so auf Dinge Aufmerksam, welche ich sonst nie bemerkt hätte. Auch entdeckte ich „Podcast“ zum Thema Lost (der erste war btw. Castaway) im Lauf der Staffel und so wurde man Losterlebnis nochmals vertieft. Ich bekam nun auch andere Ansichten und Meinungen mit, was mir alles half Lost noch umfassender zu verstehen. Und auch die Serie selbst entwickelte sich (in meinen Augen) prächtig weiter. Das Erzähltempo war zwar teilweise immer noch etwas zu langsam, jedoch wurde hier schon spürbar angezogen. Außerdem war man auch einige Male bereit das Serienkonzept über Bord zu werfen und auf klassische FBs zu verzichten (other 48 days, Claireepisode mit Insel FBs). Dazu kamen noch die neuen und für mich äußerst interessanten Charaktere wie Eko, Ben und Desmond. Neben der teils immer noch etwas trägen Erzählweise hat mich in S2 vor allem das Verhältnis Antworten zu Fragen gestört. Ich hatte wirklich den Eindruck hier würden mehr Fragen aufgeworfen als jeh beantwortet werden können (was ja auch stimmen sollte) und eigentlich gar keine Antworten gegeben. Höhepunkte der Staffel waren für mich die Einführungsepisode der Tailies, Ekos Begegnung mit dem Monster, der Lockdown und die Frage nach den Folgen des Knopfes. Trotz aller Kritik war das eine Unterhaltung und eine Sucht nach weiteren Folgen so wie ein Gesamterlebnis durch das entstehende Fandome wie ich es noch nie erlebt habe und Lost wurde zu meiner absoluten Lieblingsserie (und ist es bis heute geblieben).


Kapitel 3: Die Serie fordert ein Opfer
Ich wäre damals fast von der Couch gefallen

Ich dachte ja nach all den WTF-Momenten aus S1 und 2 ich wäre auf alles vorbereitet und nochmal würden sie mich mit einem Seasonauftakt nicht mehr „kriegen“. Doch ich wurde eines besseren belehrt. Ich wäre damals fast von der Couch gefallen, als auf einmal klar wurde, dass der hübsch Vorort in Wirklichkeit das Dorf der others ist. Hier wurde mir wieder ebwusst wie unglaublich genial und kreativ die Autoren dieser Serie sind. Und so langsam füllte sich auch mein ipod mit immer mehr lostpodcasts und ich fing auch an mich immer mehr aktiv an den Diskussionen in den Foren zu beteiligen. Kurz: Ich verbrachte immer mehr Zeit mit der Serie, so dass diese von einer reinen Unterhaltung zu einem Hobby wurde für das gerne ich Zeit „opferte“. Und die Serie wurde auch immer mehr so entwickelt, dass Leute, die nicht bereit waren so viel Zeit zu opfern Probleme haben würde alle zu verstehen und jede Anspielung zu erfassen. Nach einem sehr düsteren Start (für Lostverhältnisse) in Gefangenschaft der Others, entwickelte sich zunächst das normale Serientempo. Als dann jedoch ein endgültiges Ende vereinbart wurde, war dies in der Handlung enorm positiv zu spüren. Man trat hier ordentlich aufs Gas und es gab endlich auch einige lang erwartete Antworten und natürlich auch wieder neue Fragen…nur passte jetzt für mich das Verhältnis. Auch wenn die Staffel so ihre Durchhänger wiedermal hatte, das letzte drittel der Staffel war dann aus diesen Gründen nahe an der Perfektion. Gekrönt durch einen Cliffhanger, der die ganze Serienwelt (und meine persönliche ;) ) auf den Kopf stellte. Damit warf man gleich mehrere Grundpfeiler der Serie über Bord (Die FB Struktur, die ewige Frage nach einer möglichen Rettung) und warf etliche komplett neue Fragen in den Raum. Das war einfach dermaßen unvorhersehbar und genial, dass ich die Nacht darauf kaum geschlafen habe so sehr hat mich das beschäftig. Persönliche Höhepunkte der Staffel: Anfangsszene im Othersdorf, Enthüllung der zweiten Insel, Jacobs Hütte, Dharama Van, Flashes before your Eyes, Ben FB und das Ende der Staffel. Aber auch diese Staffel hatte so ihre Schwächen. Die größte war hier eine ihrer früheren Stärken: Die FBs. Die waren zu großen Teilen einfach nur belanglos und nervig. Die Hintergrundgeschichten waren zu großen Teilen erzählt und so gab es vile FBs nur der FBs wegen. Trauriger Höhepunkt ist für mich der „Locke bei den Drogenhändlern“ FB, der einfach gar nichts mit Locks Story zu tun hat, keinerlei Relevanz für die Serienhandlung besitzt und auch für sich alleine betrachtet weder spannend noch sonst wie interessant war. Dennoch alles in allem war es die bis dato beste Loststaffel für mich.


Kapitel 4: Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los! Jetzt geht’s los!
-Den ein oder anderen Fehler leistet sich auch die vierte Staffel -

Hat sich das Erzähltempo in den letzten Staffeln langsam gesteigert, so setzt es jetzt zu einem Sprint an. Gerade in den ersten Folgen fliegt die Handlung hier nahezu an einem vorbei und mir hat das so richtig Freude gemacht. Auch die FBs wurden nun nahezu komplett durch FF ersetzt wodurch die Serie sie auf einmal wieder total neu und unverbraucht anfühlt. Man bekommt fast den Eindruck, die bisherigen Staffeln waren nur eine Einführung der Charaktere und ein Schritt für Schritt vorstellen des Lostuniversums um nun zur eigentlichen Handlung zu kommen. Und ebenso wie ich froh war, dass es jetzt „so richtig“ los ging, war ich auch froh, dass man sich diese ersten drei Staffeln Zeit genommen hat. Denn nur durch die perfekt aufgebauten Charaktere und das langsame heranführen an diese Welt funktioniert alles nun so gut und reibungslos. Na ja ok den ein oder anderen Fehler leistet sich auch die vierte Staffel, aber im Gesamten ist sie für mich einfach unterhaltsamer als die Staffeln zuvor. Einer der Fehler ist der fehlende Rhythmus. So beginnt sie wirklich schon fast zu schnell um dann doch wieder kurz abzuflachen, vor dem wieder sehr flott wirkenden Ende. Dies mag durch den Streik bedingt sein, lässt die Staffel aber nicht ganz rund wirken. Auch hätte ich mir evtl. eine etwas ausgewogenere Mischung aus FS und FBs gewünscht, denn zu einzelnen Charakteren, insbesondere den neuen, hätte ich gerne ne ausführlichere Backstory bekommen. Sehr schwach fand ich diesmal auch den Opener, das war kein so richtiger wtf. Wie ich es sonst gewohnt war. Dafür konnte man sich auf das Staffelende wieder verlassen, denn das war einfach nur großartig und wie immer wit einem unglaublich starken Cliffhanger. Meine Lieblingsszenen: Die Insel verschwindet im Meer, die O6 kommen auf dem Festland an, Penny und Desmond treffen sich, Jin „stirbt“, Ben ruft smokey. Erneut bereicherte ich mein persönliches Losterlebnis durch jede Menge Forendiskussionen und diverse Podcasts.


Kapitel 5: Glückshormone eines Fanboys
-Ich musste einsehen, dass wohl nicht jeder meine Zeitreisebegeisterung geteilt hat-

Was passiert wenn die persönliche Lieblingsserie, eines der persönlichen Lieblingsthemen aufgreift: Es entsteht die für mich rein subjektiv beste Staffel die es jeh von irgend einer TV Serie gegeben hat und die absolut perfekt ist. Ich fand es äußerst genial, dass die Autoren anch den FBs und FFs erneut mit einer neuen und frischen Erzählmethode ihre Geschichte voran trieben. So setzte bei den FFs gar nicht erst der Abnutzungseffekt der FBs ein. Ich konnte mein „Glück“ wirklich kaum fassen, dass es in Staffel 5 um Zeitreisen geht. Und für mich ist auch aus diesem Grunde die 5. Staffel eigentlich die einzige, zu der mir jetzt gar nichts negatives einfällt. Umso verwunderter war ich, dass hier erstmals ein größerer Teil des Fandomes negativ reagierte. Aber ich musste einsehen, dass wohl nicht jeder meine Zeitreisebegeisterung geteilt hat. Und ich musste einsehen, dass ich aufhören musste alle Lostseiten zu lesen und alle Podcast zu hören, da ich inzwischen einfach nicht mehr nach kam. Lost nahm während der Staffel wirklich einen großen Teil meiner Freizeit ein und auch das habe ich in vollen Zügen genossen. Ich wurde hier wirklich 100% Fanboy und habe es genossen (keine Angst, soziale Kontakte haben nicht darunter gelitten ;) ). Und als ich schon dachte es geht nicht mehr besser mit Lost UND Zeitreisen, da landeten sie auch noch bei der DI, einem meiner absoluten Lieblingsthemen seit S2. Ja die 5. Staffel ist klar der Höhepunkt von Lost es war zuvor nie wieder so gut und es sollte auch danach nie wieder so gut werden. Dazu gabs noch jede Menge Antworten und nur ein überschaubares Maß an neuen Fragen. Für mich war die Staffel ein einziger Höhepunkt von dem ich jede Sekunde genossen habe und begeistert jedes Detail aufgesaugt habe, so dass ich hier wirklich nichts besonders hervorheben möchte. Gekrönt wurde die Staffel, dann mit „The Incident“, einer absolut genialen Folge so wie einem Cliffhanger, der einen in den Wahnsinn trieb. Außerdem bekam die ganze Serie durch den Jacob vs Man in Black Konflikt eine ganz neue epische Dimension. Reboot, Parallelwelt, Lost mit Rumpfbesatzung…alles schien vor der letzten Staffel möglich. Nach 5 Jahren hatten es die Autoren nochmals geschafft, einen vollkommen ratlos zurück zu lassen. Selten war es so schwer auf neue Folgen einer Serie zu warten. Und selten hat der rewatch einer Serienstaffel so viel Freude bereitet wie es hier der Fall war.


Kapitel 6: Man soll aufhören wenn es am schönsten ist
-Lost bekam einen mehr als würdigen Abschluss-

Nach Staffel 5 war gespannt ob noch eine weitere Steigerung möglich sein würde, aber sie war es nicht. Wenn auch Staffel 6 für mich absolut auf einem Niveau mit S4 liegt. Für mich also rein von der Qualität auch ein perfekter Endpunkt in dem Moment als man nicht mehr ganz in der Lage war das optimale zu erreichen. So muss ich mir nie denken. Aber fangen wir ganz vorne an: Die Staffel begann wieder mit einem Losttypischen wtf- Moment und präsentierte uns vermeintliche eine Parallelwelt..was für mich immer ne Horrorvorstellung war, da ich mit so etwas nicht so viel anfangen kann. Aber es wurde eben, wie ich es bei Lost gewohnt bin, extrem gut umgesetzt. Außerdem wurde dann auch schnell klar, dass dies nur eine der beiden S6 Storys sein würde. Die Autoren verstanden es perfekt auf der Insel die Handlung in dem aus den letzten beiden Jahren bekannten Tempo voran zu treiben und sich zu gleich den Luxus der FS zu gönnen. Hier legte man den Fokus wie in S1 auf die Charaktere und gönnte sich eine langsame Erzählweise. Durch die FS konnte man auch ein quasi Klassentreffen unser Charaktere zeigen und in mir viele Erinnerungen an wecken. Allgemein war es faszinierend erneut ein neues erzählerisches Stilmittel zu sehen. Doch nicht nur alte Charaktere auch alte Locations wurden wieder aufgesucht (auf der Insel aber auch auf dem Festland) und so hatte man wirklich den Eindruck eines sich schließenden Krieses, einer runden und gelungenen Geschichte. Auch viel große Mysterien wie die Black Rock, Richard, die Zahlen, Jacob, Jacobs Nemesis, der Tempel und noch einige mehr wurden aufgeklärt und Stück für Stück fügte sich das Puzzle zusammen. An Kritik habe ich vor allem, dass man doch noch einige Mysterien merh hätte auflösen müssen und das Staffelfinale etwas weniger S6 spezifisch hätte machen können. Dennoch hat mir sowohl die Staffel als auch besagtes Finale sehr gut gefallen und Lost bekam einen mehr als würdigen Abschluss. Ich räumte hier Lost nochmal etwas mehr Platz ein, da ich den Abschied wirklich genießen wollte. Einige Podcasts fanden ihren Weg zurück in mein itunes und auch an Diskussionen beteiligte ich mich wieder intensiver. Und trotz der vermehrt auftreten Differenzen im Fandome (oder auch gerade deswegen) hatte ich daran so viel Spaß wie lange nicht mehr. Zu den Höhepunkten der Staffel gehören für mich: Die Eröffnungsszene, die Erklärung der FS, die Black Rock kracht mit Richard an Bord in die Statute, Across The Sea als Ganzes, Rückkehr von Desmond die Höhle mit den Namen, Flug über die Insel aus smokeys-Sicht, die letzten 15 Minuten.


Epilog: Andere Autoren ha'm auch schöne Serien
-in der Gesamtheit und Kombination aller Elemente steht Lost einfach über allen anderen Serien für mich-

Schauspielerische Leistungen, Inszenierung, Drehbuch, Cliffhanger, Konzept, Charktere … für alles mag es Beispiele geben, wo es besser als bei Lost gemacht ist, aber in der Gesamtheit und Kombination aller Elemente steht Lost einfach über allen anderen Serien für mich. Ich habe noch nie so sehr der nächsten Folge bzw. Staffel entgegen gefiebert, nie schaffte es eine Setie mich derart oft zu überraschen und noch nie habe mich so intensiv mit einer Serie beschäftigt. Lost wurde von der abendlichen Unterhaltung zu einem Hobby für das gerne meine Zeit „geopfert habe. Es waren sechs wunderschöne Jahre und ich verbinde sehr viele tolle Erlebnisse damit. Und ich freu mich auch in Zukunft immer wieder diese Reise nochmals durchleben zu dürfen. Ich war sehr gerne LOST und werde es auch in Zukunft immer wieder gerne sein. Vielleicht wird ers mal eine noch bessere Serie geben (sehr wahrscheinlich sogar), dennoch wird Lost immer ein großer und wichtiger Bestandteil meines Lebens bleiben. Ich empfinde große Dankbarkeit gegenüber Carlton Cuse, Damon Lindelof und alle anderen Personen die an diesem Meisterwerk beteiligt waren. Sie schufen eine Serie, ein Zeitvertreib, ein Hobby eine Passion die mir unglaublich viel Freude gemacht hat und es hoffentlich auch noch in Zukunft machen wird. Ich bin gespannt was JJ Abrams und andere Kreative in Zukunft für mich entwickeln werden, ich hab jetzt wieder etwas mehr Zeit.



Paulo



- Editiert von Paulo am 09.06.2010, 17:43 -
LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.06.2010, 18:01House
Schöne versteckte Hinweise. ;) Und generell natürlich ein absolut zustimmungswürdiger Text. :-)

- Editiert von House am 09.06.2010, 18:02 -
LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.06.2010, 18:10Ric
ganz toll geschrieben, du sprichst bzw. schreibst mir aus der Seele! :y:
LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.06.2010, 19:50Tara
Zunächst einmal: Sehr persönlich, sehr ehrlich geschrieben. Mutig. Respekt !
Gefällt mir.

Darüberhinaus zeigt mir Dein Beitrag auch, wie unterschiedlich Lost Erfahrungen und Vorlieben sein können ( ich z.B. mochte die 5. Staffel am wenigsten ) und dass man sich trotzdem darüber einig sein kann, dass Lost eine geniale Serie ist. Nicht zuletzt auch deswegen, weil sie zum Nachdenken anregte, nicht so einfach zu konsumieren war und immer auch ein gewisses Maß an Allgemeinbildung voraussetzte. Dazu kommt wohl nicht für mich der Austausch mit anderen "Infizierten", ob virtuell oder reell. Ich vermisse meine Konstante.

Namaste ! :-)
LOST - Ein persönlicher Rückblick 10.06.2010, 16:45Paulo
Zitat:
Original von House
Schöne versteckte Hinweise. ;) Und generell natürlich ein absolut zustimmungswürdiger Text. :-)


:giggle: Schön, dass die "Geheimbotschaft" jemand aufgefallen ist ... wollt auch mal wie die Lostmacher aufmerksame "Zuschauer" belohnen :giggle:

Zitat:
Original von Ric
ganz toll geschrieben, du sprichst bzw. schreibst mir aus der Seele! :y:


Danke fürs Kompliment :-)

Zitat:
Original von Tara
Zunächst einmal: Sehr persönlich, sehr ehrlich geschrieben. Mutig. Respekt !
Gefällt mir.


Danke für das Lob … :glomp:

Zitat:
Original von Tara
Darüberhinaus zeigt mir Dein Beitrag auch, wie unterschiedlich Lost Erfahrungen und Vorlieben sein können ( ich z.B. mochte die 5. Staffel am wenigsten ) und dass man sich trotzdem darüber einig sein kann, dass Lost eine geniale Serie ist)


Schade, dass das bei all den Diskussion hier immer mehr unterzugehen scheint … :(
LOST - Ein persönlicher Rückblick 11.06.2010, 00:09Tara
@Paulo

Das finde ich auch wirklich bedauerlich. :rolleyes:
LOST - Ein persönlicher Rückblick 21.06.2010, 18:44baboon
Super Post Shannon Fan- zitieren und nen satz ins Zitat klatschen.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 21.06.2010, 18:59Shannon Fan
so baboon, Post gelöscht.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 21.06.2010, 19:12baboon
deine Aussage war ja nicht verkehrt aber warum zitieren und noch im zitat verstecken?
LOST - Ein persönlicher Rückblick 21.06.2010, 20:05gonrhade
wie ist es eigendlich mit der rtl serie verschollen, die lief doch parallel oder sogar vor lost.
hat die auch einer geschaut und vergliche gezogen. oder war die so schlecht?
mein bruder hat auch staffel 1-2 geschaut und war sehr interessiert. als ich ihn die erste folge von staffel 3 zeige. war derfertig mit lost" ein dorf na klar :rolleyes: :ugly: " und hat die serie nie wieder gesehen. obwohl ich alle staffel bis jetzt habe.
ich bin nur einwenig entäuscht von der serie , nicht vom ende. aber vieles war viel lärm um nix.
bzw das einfach sachen nie zuende erzählt wurden.
wie die locke bei den drogen dealern wie paulo bemerkte.

dazu das die meisten meinten die qualität hätte seit staffel 3 abgenommen, der erste teil der mini season, dann niki und paulo und eben das finale.
season 4 kürzer, viele neue charakter vielleicht antworten, leider nix über jacob.
ab 5 war schon klar das es mit sechs endet und dann war seson 5 so nichtsagen mit der zeitreise.

seson 6 mmh zum aufbau und ablauf ist alles gesagt.
ein schwarzer stein, ein weisser stein= ein spiel
wie es ausgeht?
LOST - Ein persönlicher Rückblick 22.06.2010, 23:09Shannon Fan
Also Verschollen kannst du nicht mit LOST vergleichen. Habe mir damsl die ersten 1-2 Folgen angeschaut. Aber allein schon weil die Serie in einem Studio gedreht wurde, ging die gar nicht.

Sollte wahrscheinlich die (schlechte) Deutscher Version von Lost sein.

Und ich denke nich das Lost ab Staffel 3 an Qualität verloren hat. Achja die Story um Nikki und Paulo fand ich ganz witzig, vor allem ihr Ende. :grrr:

Gut das Staffel 4 nich so viele Folgen hat, hat (wie schon so oft erwähnt) mit dem Streik der Autoren zu tun. Fand auch Staffel 4 echt gut. Da musste halt soviel wie möglich alles rein gequetscht werden.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 00:21titus
Es gibt da eine weitere Merkwürdigkeit. Mib kam mir nie vor wie eine Moralapostel. Aber Ekos tot ging eindeutig in die richtung- du hast gesündigt jetzt wirst du büsen. Da hat mib wirklich gehandelt wie ein Richter, und dabei kam er immer eher wie ein grobian rüber der nur von der Insel wegwill. Und genau das ist auch so eine Sache die ich wohl im grossen und ganzen nie ganz verstehen werde.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 00:42baboon
Flocke setzt sich mMn nach erst mit der Zeit zusammen. Smokey= das Böse + MIBs Seele aus der Hütte + Lockes erscheinung.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 08:52gonrhade
naja während jack aufsteigt wurden durch die charakte entwicklung einige figuren extrem verändert.
das beste beispiel war locke der in wellen voran ging.
bei smokey /mib war es wirklich fast entmhystifizierend, das da am ende nur ein stinknormaler mensch war wie jacob und obwohl er mehr als 2000 jahre lebte (n) weniger weisheit besassen als die kurzlebigen lost charakter.
die sich kümmerten, trauerten, sich freuten, oder gar nur das beste wollten.

es ist schon komisch das jack und kate am ende vor locke nicht weglaufen wie im piloten.

aber das ist auch der grösste fehler der serie, das smokey ausieht wie jon, keine übernatürlichen dinge mehr an sich hat. dieser aspekt fehlt leider in der serie.man hätte wirklich ein somokeycentic über die jahunderte machen sollen.

da fehlte am ende wirklich die tiefe, wenn man schon sowenig über das licht erfahren hat.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 13:32titus
Zitat:
Original von baboon
Flocke setzt sich mMn nach erst mit der Zeit zusammen. Smokey= das Böse + MIBs Seele aus der Hütte + Lockes erscheinung.


Interessanter Gedanke. Ich habe bisher Gedanklich noch gar nicht festgehalten das Mib ja in der Hütte gefangen war. Das heisst Mib und Smokey waren zu der Zeit wo Eko stirbt getrennt.
Das würde auch die Ägyptischen Inschriften erklären. Ich hatte bisher immer Gedacht Smokey war schon immer Mib. Wobei auch das zerstörte Dorf zeigen sollte das Smokey schon vorher existiert hat.
Und anbei würde es auch erklären warum Smokey versucht Locke ins Loch zu ziehen, denn wenn es nicht Mib war existieren für Smokey die Regeln nicht.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 14:11baboon
Die Beschützerin war vorher Smokey.
Sie trug Böse und Gut in sich. Beides gab sie an Jacob den eigentlich Lieben. Der Böse teil wurde aber bei dem Quellenwurf auf seinen Bruder übertragen.
Als er in die Quelle rutscht spalten sich das Böse und MIBs Seele.

Das Böse ist jetzt als Smokey unterwegs
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 15:49j4ck
Hey zusammen.

Weiß nich genau wos rein soll und nen eigener Thread wär auch unsinnig...

Hab grad die 07/10 Ausgabe der Cinema vor mir. Die gabs aufm Rückflug von Malle und als ich sah, dass die "Top 100 Serien" das Special sind, hab ich gleich ma zugegriffen.

Und welche Serie ist trotz (bei der Cinema sogar wegen) des Finales auf Platz 1 ? Twin Peaks ? Sopranos ? The Simpsons ? Nope.

Guess what: LOST !

Fazit Cinema: "Epischer kann Fernsehentertainment nicht sein!"

Gibts nichts hinzuzufügen ;)

EDIT: Ach und meine persönliche Überraschung:

The Big Bang Theory auf Platz 5 :D
Bazinga !

- Editiert von j4ck am 23.06.2010, 15:53 -
LOST - Ein persönlicher Rückblick 23.06.2010, 16:19titus
Zitat:
Original von baboon
Die Beschützerin war vorher Smokey.
Sie trug Böse und Gut in sich. Beides gab sie an Jacob den eigentlich Lieben. Der Böse teil wurde aber bei dem Quellenwurf auf seinen Bruder übertragen.
Als er in die Quelle rutscht spalten sich das Böse und MIBs Seele.

Das Böse ist jetzt als Smokey unterwegs


ne eher hat Mother Smokey gerufen. Mother selber wahl wohl nicht smokey. Mib hat sich dann mit Smokey verbunden und später wurde mib wieder getrennt und in der hütte eingesperrt.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 14.10.2010, 08:43Paulo
“You have to let go!“ - Christian
”I wish I could … but I can’t” lost-fans.de-User Paulo

Inzwischen ist einige Zeit vergangen seit mit dem Epilog das letzte neue Material von Lost erschienen ist und dennoch komme ich noch nicht ganz los von der Serie. Ich dachte nach dem Ende könnte ich auch etwas Abstand nehmen und bis zu einem Rerun mich weniger mit der Serie auseinander setzen, aber es will nicht funktionieren. Immer wieder beim Einschlafen, im Supermarkt, beim Fernsehen, im Auto oder gar in der Arbeit beginnen meine Gedanken um Lost zu kreisen. Ich erinnere mich an Theorien, an einzelne Szenen, an die großen Momente der Serie, an die Charaktere, an Podcasts oder an Forendiskussionen. Es wird mir immer mehr bewusst wie herausragend und einzigartig die Serie war. Obwohl es wohl selten so viele qualitativ hochwertige Serien gab und gibt wie in den „00er Jahren“, so gibt es keine, bei der ich annähernd so der nächsten Folge entgegen fiebere wie es bei Lost der Fall war. Und es gibt erst recht keine, mit der ich mich auch nur annähernd so intensiv beschäftige, sei es durch Podcasts, Forendiskussionen oder Diskussionen im real life.

Immer mehr wird mir bewusst, was ich schon lange geahnt habe: Lost war nicht „nur“ eine Serie, für mich waren die ganzen 6 Jahre eine einzigartige Erfahrung, ein wahres Erlebnis, das mich beeinflusst, beschäftigt und geprägt hat. Und vermutlich wird dies noch eine ganze Zeit so weiter gehen. Sei es durch Sekundärliteratur, den Rerun, immer noch neu erscheinende Podcasts oder sonstige Materialen, die ich zum Thema Lost in die Hände bekomme. Lost wurde von einer Serie zu einem Hobby und zu einem festen Bestandteil meines Lebens, den ich genau so wenig missen möchte wie das alljährliche angucken der Herr der Ringe Filme in der Weihnachtszeit oder den 110. Rerun der Bondserie. Natürlich mögen viele jetzt sagen, hey, „get a life … brother“, aber das geht am eigentlich Kern vorbei: Lost IST ein Teil meines (Nerd)lebens. Ich bin ein 100% Fanboy, der die Serie trotz einiger Fehler über alles liebt und diese Leidenschaft mit Freude und Freunden auslebt. Natürlich gibt es wichtigere Dinge im Leben als Lost, aber das ist nun mal bei jeden Hobby so. Und dennoch macht es Spaß sich in seiner Freizeit sich immer wieder mal zu 100% seinen Hobbys und Leidenschaften hin zugeben. Und Lost nimmt da bei mir eine vordere Position ein, ob es mir gefällt oder nicht ;) .

Und diesmal versuche ich gar nicht erst, eine Art Schlusspunkt in diesem Thread oder diesem Posting zu setzen, denn obwohl die Handlung von Lost zu Ende ist, wird mein persönliches Losterlebnis vermutlich nie enden, UND DAS IST AUCH GUT SO :) .

- Editiert von Paulo am 14.10.2010, 09:42 -
LOST - Ein persönlicher Rückblick 14.10.2010, 09:15Luke
Schön sowas zu lesen :y:

Ich für meinen Teil habe total abgeschlossen! Ein Re-Run wird es wohl in nächster Zeit nicht geben, dazu hab ich einfach keine Lust. Das Ende hat mir persönlich halt nicht gefallen, bzw. ab Staffel 4 ging es doch dann schon rapide bergab, ich hab mich eben zu sehr auf die Ausagen der Macher versteift, die da hießen: Alles wird aufgelöst, alles ist erklärbar, das Ende ist auch wirklich ein Ende und und und..

Aber nichts destotrotz freut es mich wenn andere ganz anderer Meinung sind ;)
LOST - Ein persönlicher Rückblick 14.10.2010, 17:26House
Also, bei mir ist es irgendwie ganz seltsam. :(

Ich galt ja zu Lost's Lebzeiten, so denke ich, als einer der wirklich passionierten Fans der Serie. Ich habe mich zwar eher selten an abgefahrenen Theorien beteiligt; aber vor allem was das Technische belangt, Lob und Kritik an Regie, Drehbuch, Schauspielern, Vergleiche zwischen Folgen und Staffeln und handwerkliche Analyse von Rückblenden und Zusammenhängen, so habe ich hier doch meine paar Tausend Posts geschrieben.

Zudem sei noch erwähnt, dass ich viele Episoden, vor allem die Finals, 30mal und öfter gesehen habe, alle Folgen außer 3.02 mindestens 10mal. Und "The End" hat mich seinerzeit so stark mitgenommen wie nichts Fiktives zuvor oder danach, und das obwohl ich doch recht anfällig für solcherlei Emotionen bin.

Und doch geht es mir mittlerweile eindeutig eher wie Luke. Ich beschäftige mich so gut wie gar nicht mehr mit Lost, habe völlig mit der Serie abgeschlossen. Ich habe bis heute den Epilog noch nicht gesehen. Und er interessiert mich auch kaum. Ich habe mir das Serienfinale, vorrangig mit Freunden, noch weitere dreimal, also insgesamt viermal, angeschaut, habe beim zweiten und dritten Mal noch schlimmer geweint als beim ersten - und beim vierten war es langsam in Ordnung. Und spätestens seit auch mein letzter Kumpel mit Lost durch ist, bin ich es irgendwie auch. Ich schaue zwar gerade noch mit meinen Eltern S6 auf Deutsch; aber es reißt mich längst nicht mehr so mit wie früher. Es macht zwar immer noch Spaß; aber wenn ich ehrlich bin, nicht mehr unbedingt der Serie wegen, sondern in erster Linie weil es ihr noch immer gelingt, meine Eltern und mich mal zusammenzubringen. Das ist und bleibt ohnehin Lost's größter Verdienst: das, was es mit meinem sozialen Leben angestellt hat. Es gibt Leute, mit denen ich vermutlich nichts mehr zu tun hätte, hätte es nicht Lost gegeben.

Und doch geht es mir mittlerweile eindeutig eher wie Luke. I let go and moved on. Sei es weil ich große Teile von Lost tatsächlich totgeschaut habe, weil mein Leben auch abseits dieser Tage so turbulent ist, weil ich neue Serien gefunden habe - oder weil mir im Nachhinein auffällt, dass Lost doch nicht so makellos ist, wie es einen in all seinem Tempo hat glauben lassen.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 15.10.2010, 07:33HAM7A
Zitat:
Original von Paulo

Und diesmal versuche ich gar nicht erst, eine Art Schlusspunkt in diesem Thread oder diesem Posting zu setzen, denn obwohl die Handlung von Lost zu Ende ist, wird mein persönliches Losterlebnis vermutlich nie enden, UND DAS IST AUCH GUT SO :) .
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gehts mir auch so man ;)
LOST - Ein persönlicher Rückblick 16.10.2010, 19:35Boxman
Bei mir ist es im Moment eigentlich so ziemlich das Gegenteil von House' Eindrücken. Ich schaue mich momentan kreuz und quer durch die Folgen und erkenne immer mehr den eigentlich Plan dahinter (nein, bitte keine Grundsatzdisskusion mehr) die Intention der Autoren, klar hätte man sich in der insgesamten Story ein paar Handlungsstränge sparen können und einige Mysterien wurden auch nur des Effektes wegen eingesetzt - trotz allem überzeugt mich die Erzählstruktur immer und immer wieder. Welch geniale Szene für die Ewigkeit doch von der Serie geschaffen wurde, welche großartige Charaktere und deren Geschichte vorgestellt wurden... und wie das am Ende, bei allen offenen Fragen doch irgendwie zusammen gepasst hat. Die Geschichte wurde fertig erzählt in der richtigen Art und Weise wie ich finde, Lost hat meinen Serien- und Filmgeschmack entscheidend geändert und es jedes andere künstlerische Werk wird sich bei mir daran messen müssen.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 17.10.2010, 02:19titus
Hm interessant wie der ein oder andere noch mit der Serie umgeht.
Ich würde mich auch zu denen Zählen die abgeschlossen haben,
aber gerade jetzt muss ich an all die Sachen denken die hier im forum und in der Serie passiert sind.
War schon ne tolle Sache und ne tolle Zeit. Aber seit dem Ende von Lost bin ich weitergewandert zu anderen Serien. Habe nach Lost angefangen Supernatural anzukucken, war da aber auch ziemlich schnell durch und jetzt bin ich mittlerweile bei Kampfstern galactika angekommen, das Teilweise auch interessant erzählt aber ich bin erst bei der 4 Episode ;)

Wenn ich mal 50 oder 60 bin schau ich nochmal Lost mit meinen Enkeln ( wenn ich welche habe) aber voher glaube ich nicht. Denn ich hab erst nach Lost gemerkt wie viele Serien es eigentlich anzukucken gibt.. :-)
LOST - Ein persönlicher Rückblick 17.10.2010, 04:45House
Zitat:
Original von Boxman
Bei mir ist es im Moment eigentlich so ziemlich das Gegenteil von House' Eindrücken. Ich schaue mich momentan kreuz und quer durch die Folgen

Du hast ja auch noch einiges aufzuholen, bis du die meisten Folgen so oft gesehen hast wie ich. Respektive bis du Staffel 6 endlich ein zweites Mal geschaut hast. ^^

Und ja, ich weiß, dass ich damit gerade die schön melancholische Grundstimmung dieses Threads zerstört habe. :ugly:
LOST - Ein persönlicher Rückblick 25.10.2010, 22:34Dan
Ende 2010/Anfang 2011 werde ich einen großen Lost-Rerun machen. Hoffentlich mit der dt. Komplettbox dann. :( Ansonsten ist Lost im Moment kein großer Bestandteil meines Lebens. Ich hör mir ab und zu mal so weil ich Lust hab, die Scores an und muss auch manchmal an die Serie selbst denken. Ab und zu packt mich sogar auch die Lust, einfach mal eine Episode zu schauen. Aber ich will mir es echt bis zu meinen Rerun aufheben. Aber ansonsten, ist die Serie zwar nicht ganzs aus meinen Leben verschwunden, sie ist nur nicht mehr so präsent (war ja auch abzusehen). Zudem hab ich genug Serien zu schauen, von daher ist das auch verkraftbar.

Naja nach dem Finale (ich hab es 3mal im OT gesehen und 1mal auf Deutsch), war es schon ein bisschen komisch so mit dem Wissen, das Lost vorbei ist. Es hat mich echt mitgenommen, vor allem nach dem das Finale dann gelaufen war. Eine Welt brach zusammen und je mehr ich das Ende realisierte, umso schlimmer wurde es. Die Zeit ging vorbei und klar, hängt man da mit seinen Gedanken noch manchmal nach. Dann kam aber soviel Anderes, wodurch sich der Verlust von Lost immermehr in den Hintergrund schlich. Und im Zuge dessen, schloss ich auch mit der Serie ab. Hier im Board les ich nur noch manchmal so im ABC-Board mit, z.b. wenn es News zur DVD-KOmplettbox gibt oder schau mir an, was andere User so zu den Episoden auf Kabel 1 sagen. Ansonsten bin ich mehr im OT unterwegs. :D

Aber ich freu mich dann schon auf meinen Rerun. :l: Bis dahin, wird Lost ruhen.
LOST - Ein persönlicher Rückblick 08.12.2010, 19:44Moira
Zitat:
Original von House
Und ja, ich weiß, dass ich damit gerade die schön melancholische Grundstimmung dieses Threads zerstört habe. :ugly:


Will auch zerstören :dance: :

Meine allererste Begegnung mit Lost war eine Vorschau auf ProSieben für Staffel 2 glaube ich. Da dachte ich dann: Boah, wie brutal. Ich schaue mir lieber Verschollen an. (Ja. Sau peinlich. Aber damals wars eben so. War ja auch die gute ProSieben Vorschau :ugly:). Dann wünschte sich mein Bruder die ersten zwei Stafffelboxen und guckte die Folgen regelmäßig an. Ich aus Neugier mit ihm zusammen dann auch manchmal. Und dann habe ich mich in Emersons Darstellung von Ben verliebt und habe die Folgen kreuz und quer angesehen (), weil ich Smokey nicht leiden konnte. Deswegen immer zu meinem Bruder: "Such aber eine Folge ohne Monster aus!"
Schließlich war mein Bruder mit Staffel 3 bereits auf US-Stand, sodass wir gaaaaaaaaaaaaaaanz viele Folgen in sehr kurzer Zeit ansehen konnten. Und "find 815" konnte ich bereits auch mitspielen. Staffel 4 wurde dann schon herbeigesehnt und ab 401 war es dann komplett um mich geschehen, auch wenn rückblickend 401 nicht wirklich soooooooooooooooooooooooooooooooooo toll war.
Mit Staffel 5 hatte ich dann durch mein Praxissemester als Lehrerin ein Mikro und konnte voicemailen :y: .
Die grandiose zweite Hälfte der fünften Staffel ließ auf ein schönes Ende der Serie hoffen. Meines Erachtens wurde Lost jedoch mit Staffel 6 kaputt gemacht. :dunno: Ab 611 circa bin ich nicht mehr wegen der Folgen des Nächtens wach gewesen, sondern nur noch wegen dem Mikey :mcdreamy: .

Alles in allem ist Lost nach wie vor eine gute Serie. Aber hätte ich vorher gewusst, wie alles endet...ich hätte vielleicht nicht damit begonnen. :tisch: Ich hätte am Ende beinahe brechen müssen. Alles was ich getan habe war allerdings zu lachen.

So. Genug zerstört. Jetzt wieder die, die vor lauter Traurigkeit geweint haben...
LOST - Ein persönlicher Rückblick 08.12.2010, 22:43House
:snüff:
LOST - Ein persönlicher Rückblick 08.12.2010, 23:03Ric
Zitat:
:snüff:


:snüff:

jetzt wo ich über die Season 6 nachdenke war sie echt nicht so bombastisch wie ich mir das nach dem Ende von Season 5 vorgestellt habe :ugly:

ein würdiger Abschluss war's trotzdem! :cry:
LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.12.2010, 15:55Lila Monster
Ich merk dass ich damit gar nicht so abschließen kann da ich Lost so im Schnelldurchlauf geschaut habe (in 9 Monaten) fehlt mir irgendwie so viel "Lost-feeling" das ihr hier alle gehabt habt :heul: und jetzt klammer ich mich so an diese Website nur um ein bisschen "Lost" abzubekommen...

:cry:

Kann für mich nicht einer das Rad drehen damit ich von der Insel wegkomm...
LOST - Ein persönlicher Rückblick 09.12.2010, 21:09sebrra
Über Lost bin ich rein zufällig gestolpert! In einer Zeitschrift las ich einen Artikel über die hier schon angesprochene RTL Serie. Hierbei wurde die so erfolgreiche Serie in den USA angesprochen "Lost".
Da wurde das Interesse geweckt. Beim schauen der ersten Folge hat es mich ab der Zene in der Smoky die Bäume knickt gepackt. Bin halt ein Octalus Fan in der die letzte Zene im Film so ähnlich abläuft.
Der Virus Lost hat mich seither nie verlassen! Bis heute lese ich alles mögliche über die Serie und habe meinen eigenen rerun mit meiner Frau gestartet! :D Dazu muss man sagen dass meine Frau fast noch keine Folge von Lost gesehen hat, aber nach meinen erzählungen auch vom Virus befallen wurde! Jetzt gibts jeden Samstag Abend zwei Folgen Lost! :y:

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